Dieses Lexikon erklärt biologische, botanische, zoologische und mykologische Fachbegriffe sowie Begriffe aus der Cecidologie. Es soll das Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe erleichtern, die in der Bildergalerie und auf den Informationsseiten dieser Website verwendet werden.
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Häufigkeit, die Anzahl von Organismen oder bei Pilzen auch von Fruchtkörpern in Bezug auf eine Flächeneinheit bzw. auf einen Vegetationstyp. Die Erfassung der Abundanz geschieht bei pilzökologischen Arbeiten nach verschiedenen Methoden, z. B. durch Auszählen oder Wiegen der Fruchtkörper.
Als Acervulus bezeichnet man ein Conidioma imperfekter Pilze, besonders von Phytoparasiten. Der Acervulus besteht aus einem in das Wirtsgewebe eingesenkten, untertassenförmigen, scharf umgrenzten kompakten Myzelpolster, auf dem die Konidiophore palisadenförmig angeordnet sind. Das Gebilde wird anfangs von der Epidermis des Wirtes bedeckt, die später bei Conidienreife aufreißt. Die Pilze, die Acervuli bilden, sind zur Form-Ordnung Melanconiales zusammengefaßt. Es werden Aleuriosporen, Blastosporen oder Phialosporen in den Acervuli gebildet. Gelegentlich werden auch die Urdien und Telien der Uredinales, selten auch die Brandlager der Ustilaginales als Acervulus bezeichnet.

Ökologischer Begriff für säureliebende Arten. Acidophile Pilze kommen ausschließlich oder bevorzugt auf Substraten mit einem pH-Wert unter 6,5 vor. Siehe auch basiphil.
Adult ist ein Synonym für erwachsen und bezeichnet insbesondere die Lebensphase nach Eintritt der Geschlechtsreife eines Organismus.
Als Aecidium wird das becherförmige Sporenlager bezeichnet, in dem die Aecidiosporen der Rostpilze (Uredinales) gebildet werden. Die Aecidien sitzen an der Unterseite der Blätter der Wirtspflanze. Das Bild zeigt einen Ausschnitt von Aecidium ranunculis-acris..

Die Aecie oder das Aecium ist eine Form der Sporenlager, die bei der Nebenfruchtform der Rostpilze (Pucciniales) auftritt, die als Endoparasiten von Gefäßpflanzen wachsen. Dabei handelt es sich um ein Myzel mit zweikernigen Zellen, das durch Abschnürung sogenannte Aeciosporen ausbildet. Je nach Gestalt ihrer Aecien werden Rostpilze, deren Hauptfruchtform nicht bekannt ist, in unterschiedliche Formgattungen unterteilt: Caeoma für einfache Aecien ohne Peridien (Gefäßwände), Aecidium für becherförmige Sporenlager mit oberseitig offenen Peridien, Peridermium für Aecien mit zunächst kuppelartig geschlossenen Wänden und Roestelia für jene Arten, die gitterförmige Peridien ausbilden.
Sich ohne Befruchtung fortpflanzend, auch asexuell genannt Parthenogenese.
Einzellig zylindrisch-gekrümmte (bohnen- bzw. wurstförmig) bezüglich der Sporenform, besondern Konidien und Ascosporen

Violett- oder Schwarzfärbung von Zellwänden (auch Sporenornamenten oder Sporenpulver) in Melzers Reagenz. Wichtigstes Merkmal vor allem bei weißsporigen Pilzgruppen.
Entwicklungsstadium pleomorpher Pilze, das keine Meiosporenbildung zeigt (imperfektes Stadium, Nebenfruchtform). Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch Konidien. Der Gegensatz dazu ist eine Teleomorphe oder Hauptfruchtform, nämlich ein Entwicklungsstadium eines Pilzes, bei dem zur Fortpflanzung Entwicklungsstadien infolge eines Sexualvorgangs gebildet werden, die als Meiosporen bezeichnet werden.
Botanik:
uneinheitlich verwendeter Ausdruck entweder für die teilweise Berührung und Fusion von Xylemsträngen bzw. Blattadern oder für die Verbindung von zwei stärkeren Blattadern durch zwei dünnere.
Mykologie:
bei Pilzen a.) die Verbindung zweier Hyphen der gleichen Pilzart, entweder durch unmittelbare Verwachsung der Hyphen oder Ausbildung von Seitensprossen; mit der Anastomose werden die Protoplasten beider Zellen vereinigt und damit z. B. das Übertreten oder ein Austausch der Zellkerne in die jeweils andere Zelle möglich; b.) die Verbindung zwischen den radial verlaufenden Lamellen an der Hutunterseite von Blätterpilzen.

Bezeichnung für Pilzfruchtkörper mit vorgeformter Öffnung zur Sporenausbreitung, die mindestens bis zur Sporenreife geschlossen bleiben, z. B. bei Bauchpilzen, bei denen die Peridie oft in charakteristischer Weise aufplatzt z. B. Weichboviste, Erdsterne oder bei vielen Schlauchpilzen.

Apiculus ist die verschmälerte Basis von Basidiosporen, mit der diese den Sterigmata ansitzen.

Öffnungsmechanismus am Scheitel der Asci bei Ascomyceten zur Freisetzung der Ascosporen, auch Schlauchpforte genannt.
Anschwellung eines Stieles an der Basis eines Sporenbehälters oder einer Spore, z. B. an der Basis der Endoperidie mancher Erdsterne (Gestrales) oder Ringwulst an der Kapselbasis mancher Moose.

Als Apothecien bezeichnet man offene, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen (Ascomyceten) oder Flechten. Das Sporenlager liegt hier, im Gegensatz zum abgeschlossenen Perithecium frei.

völlig ungeflüglte, flugunfähige Insekten.
Lebensweise von Tieren, die vor allem in Baumkronen leben und sich an diesen Lebensraum angepasst haben.
Archäophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die in einem bestimmten Gebiet nicht alteinheimisch sind, sondern die dorthin vor langer Zeit, vor 1492 eingewandert waren, bzw. vom Menschen eingeschleppt wurden.
Fruchtkörper der Schlauchpilze, in dem sich die Asci entwickeln.
Vorwiegend zylindrische, schlauchartige Zelle, in der bei den Schlauchpilzen (Ascomycetes) die Sporen gebildet werden. Bei den Trüffeln sind die Asci oft sackförmig.

Assimilate sind energiereiche organische Stoffe, die bei dem Stoffwechselvorgang der Assimilation von Pflanzen gebildet werden.
Assimilation sind Stoffwechselvorgänge, bei denen körperfremde in körpereigene Stoffe umgewandelt werden. Bei diesen Vorgängen wird Energie verbraucht. Die Fotosynthese zum Beispiel ist eine Form der Assimilation. Die grünen Pflanzen und einige Bakterienarten können die für die Assimilation benötigte Energie aus dem Licht gewinnen. Sie nehmen anorganische, körperfremde Stoffe wie Wasser, Nährsalze und Kohlendioxid aus der Umwelt auf und wandeln sie bei der Fotosynthese in körpereigene energiereiche Stoffe wie Zucker, Fette und Eiweiße um. Die körpereigenen energiereichen Stoffe, die bei der Assimilation entstehen, nennt man Assimilate.