Pflanzengallen - Lexikon


Dieses Lexikon erklärt biologische, botanische, zoologische und mykologische Fachbegriffe sowie Begriffe aus der Cecidologie. Es soll das Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe erleichtern, die in der Bildergalerie und auf den Informationsseiten dieser Website verwendet werden.


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Buchstabe P
Paraphysen

Paraphysen sind sterile, haarförmige Zellen im Hymenium der Schlauchpilze, die zwischen den Asci liegen. Ihre Form und Färbung kann in einigen Fällen zur Bestimmung herangezogen werden.

Parasit

Ein Parasit ist ein Lebewesen welches sich auf Kosten eines anderen Lebewesens (Wirt) ernährt, es dadurch schädigt und auch den Tod des Wirtes herbeiführen kann.

Parasit (Mykologie)

Der parasitär lebende Pilz befällt lebende (gesunde und geschwächte) Organismen, die er schädigt und schließlich zum Absterben bringt.

Parasitoid

Ein Parasitoid ist ein Tier welches im Laufe seiner Entwicklung parasitisch lebt und danach seinen Wirt tötet.

Parthenogenese

Bei der Parthenogenese (Jungfernzeugung), auch agam genannt, entstehen die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen. Dies ist eine Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung.

Peridermium

Aecien mit zunächst kuppelartig geschlossenen Wänden (Peridermien mir Peridermiosporen)

Peridie

Mehrschichtige, beständige Rinde der Fruchtkörper von Bauchpilzen, die nicht in Sporenmasse umgewandelt wird.

Peridie
Peridiole

Peridiolen sind Teile der Gleba von Gasterocethecien. Die Peridiolen sind linsen- bis diskusförmig, um 1–2 mm im Durchmesser, enthalten je eine Glebakammer und sind von einer sekundären Peridie umschlossen. Sie fungieren als Diasporen. Anfangs sind die Peridiolen durch je einen Tramastrang mit der Peridie verbunden. Diese Stränge verschleimen und dienen den Peridiolen, die durch Wassertropfen aus den im reifen Zustand trichterförmig geöffneten Fruchtkörpern ausgeschleudert werden, als Haftfäden.

Peridiole
Perithecium

Als Perithecien bezeichnet man birnen-, kugel- oder flaschenförmige Fruchtkörperbei Schlauchpilzen (Ascomyceten) oder Flechten. Das Perithecium hat im Gegensatz zum Apothecium keine offenliegende Fruchtscheibe.

Perithecium
petrophil

steinliebend.

Phytocecidien

Phytocecidien sind durch pflanzliche Schmarotzer (Parasiten) wie z. B. Schlauch- und Rostpilzarten, hervorgerufene Pflanzengallen.

Phytoparasitismus

Als Phytoparasitismus bezeichnet man den parasitschen Ressourcenerwerb von Pflanzen. Phytoparasiten erwerben einige lebensnotwendige Ressourcen mittels einer Wirtspflanze, häufig dient diese der Versorgung mit Nährstoffen.

Phytoptocecidien

Phytoptocecidien sind durch Milben hervorgerufene Pflanzengallen.

Plektenchym

Plektenchym (Flechtgewebe, Scheingewebe) ist ein Begriff aus der Pflanzenmorphologie. Man findet es vor allem bei Rotalgen oder den Fruchtkörpern von Pilzen. Dort hat man bei oberflächlicher Betrachtung oft den Eindruck von echten Geweben, tatsächlich handelt es sich aber um verklebte, verwachsene oder verfilzte Zellfäden. Zellverbindungen (Tüpfel) gibt es hier im Unterschied zu echten Geweben nur innerhalb dieser einzelnen Zellfäden.

Pleometrose

Bei der Pleometrose (auch: Pleometrosis) gründen mehrere Ameisenköniginnen oder Königinnen anderer sozialer Hautflügler (sehr selten auch Termiten) zusammen einen Staat. Dabei werden gemeinsam Eier gelegt und auch die Brut gemeinsam versorgt. Auch wenn eine pleometrotische Gründung bei einer Reihe von Arten bekannt ist, kommt sie in der Natur relativ selten vor. Pleometrose ist oft, aber nicht immer, verbunden mit dem Vorhandensein mehrerer fruchtbarer und eierlegender Geschlechtstiere in einer Kolonie (Polygynie genannt).
Das Gegenteil, also dass eine Königin allein und unabhängig von anderen Königinnen einen neuen Staat gründet, wird als Haplometrose (oder Haplometrosis) bezeichnet.

Pleomorphie

Als Pleomorphie wird in der Biologie die Vielgestaltigkeit bestimmter Mikroorganismen oder Zellen mehrzelliger Organismen bezeichnet.

Polygynie

Polygynie bezeichnet in der Biologie allgemein ein Paarungsverhalten, bei dem sich ein Männchen innerhalb einer Fortpflanzungsperiode mit mehreren Weibchen paart und damit eine Form der Polygamie.

Polylektie

Das Sammeln von Pollen polylektischer Bienen an vielen verschiedenen Blütenpflanzen. Man kann diese Arten auch als Pollengeneralisten bezeichnen. Zahlreiche dieser Arten haben dennoch Vorlieben für bestimmte Pflanzen, während sie andere meiden.

prosoplasmatisch

Durch die Gallbildung entstandenes bestimmtes Gewebe. Prosoplasmatisch sind diejenigen Gallen, deren Form- und Größenmerkmale für die betreffende Gallenart in hohem Maße charakteristisch sind. Prosoplasmatische Gallen werden vor allem von Diptern und Hymenopteren, sowie von vielen Milben und Hemipteren verursacht.

psychrophil

Bevorzugung niedrigerer Temperaturen.



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