Pflanzengallen - Lexikon


Dieses Lexikon erklärt biologische, botanische, zoologische und mykologische Fachbegriffe sowie Begriffe aus der Cecidologie. Es soll das Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe erleichtern, die in der Bildergalerie und auf den Informationsseiten dieser Website verwendet werden.


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Buchstabe G
Gallapfel

Der Gallapfel ist eine an der Unterseite von Eichenblättern vorkommende Pflanzengalle, hervorgerufen durch Gallwespen der Gattung Cynips.

Gallapfel
Gallmilben

Gallmilben (Eriophyidae) sind winzige Milben mit nur ca. 0,2 mm. Sie verursachen durch ihre Saugtätigkeit charakteristische Gallen an den verschiedensten Pflanzenarten. Je nach Art können diese Gallen unterschiedliche Formen haben wie z. B. Triebdeformationen (Verkräuselungen) oder pockenartige Gebilde an Blättern. Gallmilben überwintern meist in Blattachseln oder zwischen Knospenschuppen ihrer Wirtspflanzen und wenn die Pflanzen im Frühjahr austreiben, wandern sie auf die Blätter. Jede Gallmilbenart ist auf einen speziellen Wirt spezialisiert.

Gallmilben
Gallmücke

Von den Gallmücken (Cecidomyiidae) gibt es weltweit ca. 5000 Arten, davon 700 Arten bei uns in Mitteleuropa. Ihren Namen verdanken die Gallmücken der Bildung von sogenannten Gallen an unterschiedlichen Teilen ihrer Wirtspflanzen wie z. B. Gräser, Sträucher und Bäume, in denen ihr Nachwuchs heranwächst. In den Gallen wurden z. T. hohe Konzentrationen an Cytokininen gefunden welche das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen bzw. der Gallen beeinflussen. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen die Gallmücken welche z. T. parasitär oder auch räuberisch leben können im Larvenstadium. Als ausgewachsene Tiere leben sie nur eine kurze Zeit. Nach vier Larvenstadien verpuppen sich die zukünftigen Gallmücken in ihren Gallen. Gallmücken ernähren sich ausschließlich von Pflanzen und sie übertragen keine Krankheiten auf die Menschen.

Gallmücke
Gallwespe

Die Gallwespen (Cynipidae) sind weltweit mit etwa 1600 und in Mitteleuropa mit ca. 300 Arten vertreten. Gallwespen entwickeln sich größtenteils in Pflanzengallen, aber auch in anderen Insekten als Parasiten oder Parasitoide. Die Fortpflanzung erfolgt entweder normal zweigeschlechtlich oder teilweise parthenogenetisch. Bei den meisten Arten gibt es aber Generationswechsel mit einer zweigeschlechtlichen Generation und einer oder mehreren parthenogenetischen Generationen. Die Larven entwickeln sich in den Gallen die durch chemische und/oder mechanische Reize entstehen und ernähren sich von deren Gewebe.

Gallwespe
Gasterothecien

Gasterothecien sind angiocarp oder cleistocarp Fruchtkörper von Bauchpilzen (Gasteromycetes), z. B. Erdsterne (Geastrum), Nestlinge (Nidularia), Teuerlinge (Cyathus), Boviste (Bovista), Stäublinge (Lycoperdon) etc.

Geotropismus

Als Geotropismus bezeichnet man die Bewegung von Pilzen, Pflanzen oder Pflanzenorganen hin zum (positiver Gotropismus) oder weg (negativer Gotropismus) vom Erdmittelpunkt. Die Sprossachse wächst dabei stets negativ geotrop, wohingegen das Wurzelwachstum positiv geotrop erfolgt. Ändert sich die Lage des Substrates z. B. wenn ein Baum mit Fruchtkörpern des Zunderschwammes umstürzt, so ändert der Pilz nach einiger Zeit seine Wachstumsrichtung.

gezont

Mit ringförmigen, konzentrischem Muster versehen.

gezont
Gleba

Als Gleba bezeichnet man in der Mykologie den fruchtbaren Teil angiocarp und cleistocarp (Cleistothecium) Ständerpilze.

Gleba
Guajak (Tinktur)

Ein aus dem Guajak-Baum gewonnenes Harz, welches in Alkohol gelöst wird und an Pilzenfruchtkörpern eine Blaufärbung hervorrufen kann.

Guttation

Tropfenförmige Ausscheidung von flüssigem Sekret.

gymnocarp

Gymnocarpe Pilzfruchtkörper bei denen sich die Asci bzw. Basidien an der Oberfläche bilden und während der gesamten Fruchtkörperentwicklung bis zur Sporenreife nicht von der Fruchtkörperwand, von Vela oder ähnlichen Strukturen bedeckt sind.

gymnocarp


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