Pflanzengallen - Lexikon


Dieses Lexikon erklärt biologische, botanische, zoologische und mykologische Fachbegriffe sowie Begriffe aus der Cecidologie. Es soll das Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe erleichtern, die in der Bildergalerie und auf den Informationsseiten dieser Website verwendet werden.


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Buchstabe S
Saprophyt

Pilz, der sich von toten organischen Stoffen wie z. B. Blättern, Holz, Kadavern ernährt und sie dabei abbaut.

Schlauchpilz

Schlauchpilze (Ascomycetes) bilden ihre Sporen in Schläuchen (Asci), daher der Name.

Schleimpilze

Die Schleimpilze (Mycetozoa oder Eumycetozoa) sind ein Taxon einzelliger Lebewesen, die in ihrer Lebensweise Eigenschaften von Tieren und Pilzen gleichermaßen vereinen, aber zu keiner der beiden Gruppen gehören. Trotz ihres Namens sind sie also keine Pilze. Die Gruppe umfasst knapp über 1000 Arten, die Zahl gilt jedoch als ungenau. Nach neuerer Auffassung stellen die Schleimpilze keine gemeinsame Gruppe mehr dar. Die drei enthaltenen Taxa Myxogastria, auch bekannt als Myxomyceten (als umfangreichste Gruppe), Dictyostelia und Protostelia, werden nicht mehr zusammengestellt. Innerhalb der Biologie wird die systematische Erforschung der Schleimpilze durch die Botanik bzw. die Mykologie betrieben.

Schnallen

Halbkreisförmige Ausstülpungen an Pilzhyphen in Höhe der Querwände.

Schnallen
Seten

Seten sind dick- und braunwandige, zystidenähnliche Gebilde, die im Hymenium, in der Huthaut oder im Myzel auftreten können. Sie ragen meist weit hervor und sind bereits mit einer starken Lupe sichtbar.

Sexuparae

parhenogenetisch entstandene Generation der Blattläuse.

siderophil

siderophil= eisenliebend
Siderophilität ist ein Merkmal einiger Lamellenpilz-Gattungen, bei dem an den Basidien, nach einer Behandlung mit metallionenhaltiger Lösung und Karminessigsäure, eine schwärzliche Doppelkörnung erscheint. Diese nur mikroskopisch sichtbare Reaktion entsteht durch Komplexbildung der Metalle und Karmin mit gewissen Eiweißverbindungen in den Basidien.

Sklerotium

Knollen- bis klumpenförmiges Dauergewebe, aus dem unter günstigen Bedingungen Fruchtkörper hervorgehen können.

Sklerotium
Sporangium

Als Sporangium bezeichnet man in der Botanik die Bildungsstätte von Sporen. Sie treten bei Pilzen, Algen, sowie bei allen Pflanzen auf.

Sporen

Mikroskopische kleine Verbreitungseinheiten der Sporenpflanzen wie Pilze, Farne und Moose. Sporen dienen häufig zur Bestimmung der Pilze.

sporokarp

Als sporokarp wird der sporenbildende Fruchtkörper der Schleimpilze bezeichnet.

Ständerpilze

Die Ständerpilze (Basidiomycota) sind eine Abteilung der Pilze, die ihre Meiosporen auf Sporenständern (Basidien) bilden. Sie umfassen rund 30.000 Arten. Das sind etwa 30 % aller bekannten Pilzarten. Stammesgeschichtlich sind sie sehr wahrscheinlich die Schwestergruppe der Ascomycota, die auch als Schlauchpilze bezeichnet werden, und bilden mit diesen das Taxon Dikarya. Zu den Ständerpilzen zählen viele Mykorrhizapilze, die mit Pflanzen eine Symbiose eingehen. Auch die meisten Speisepilze gehören zu dieser Gruppe.

stenök

Bezeichnung für Organismen, die große Schwankungen der Umweltbedingungen nicht tolerieren, d. h. eine geringe ökologische Potenz aufweisen.

stenopter

schmalflügelige Formen verschiedener Lebewesen, z. B. Insekten.

Sterigma

Als Sterigma (Plural= Sterigmata, Sterigmen) bezeichnet man die stielchen- bis fingerförmigen Auswüchse auf den Basidien, an denen die Basidiosporen gebildet werden. Sie werden auch als Sporenständer bezeichnet.

Sterigma
Stroma

Plectenchymatische, meist derbe, fruchtkörperähnliche Bildung des vegetativen Myzels, an oder in der mehrere, meist sehr viele, einzelne Fruchtkörper entstehen.

Sulvovanillin

Reagenz für makroskopische und mikroskopische Untersuchungen (1 g Vanillin in 10 ml 75 %iger Schwefelsäure). Es dient zur Färbung verschiedener Strukturen, vor allem bei den Täublingen (Russulales).

Symbiose

Symbiose bezeichnet die Vergesellschaftung von Individuen zweier unterschiedlicher Arten, die für beide Partner vorteilhaft ist.



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