Dieses Lexikon erklärt biologische, botanische, zoologische und mykologische Fachbegriffe sowie Begriffe aus der Cecidologie. Es soll das Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe erleichtern, die in der Bildergalerie und auf den Informationsseiten dieser Website verwendet werden.
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Sporenständer. Meist längliche Sporenträgerzelle der Ständerpilze (Basidiomycetes), an der die Sporen gebildet werden. Die normale Basidie bildet vier Sporen aus und ist einzellig. Gallerttränenpilze haben gegabelte zweisporige Basidien. Bei einigen Pilzgruppen können die Basidien auch quer- oder längs geteilt sein. Diese nennt man dann Phragmobasidien.

Fruchtkörper der Ständerpilze (Basidiomycetes).
Ökologischer Begriff für Pilz- oder Pflanzenarten die ausschließlich oder bevorzugt auf basischen (alkalischen) Substraten mit einem pH-Wert über 7.0 vorkommen. Basiphile Pilze sind aber nicht ausschließlich Kalkpilze! Siehe auch acidophil.
Die Bauchpilze (Gastromycetes oder Gasteromycetes) stellen ein obsoletes Formtaxon im Reich der Pilze dar, da der polyphyletische Ursprung der zugeordneten Gruppen inzwischen erwiesen ist. Die zugehörigen Tax werden systematisch den Ständerpilze (Basidiomycota) zugeordnet. Die Bauchpilze zeichnen sich dadurch aus, dass die Basidiosporen im Inneren des Fruchtkörpers gebildet werden. Der sporentragende Teil, eigentlich ein gasteroides Basidiokarp, wird bei den Bauchpilzen Gasterothecium genannt.
Eine Beutelgalle ist eine von Gallmilben oder Blatt- und Blasenläusen verursachte Blattgalle. Sie entsteht durch ein Streckungswachstum von allen Blattgewebeschichten, welches die Bildung eines großen Hohlraums zur Folge hat und von den Verursachern bewohnt wird, z. B. die Galle der Ulmenblasenlaus (Tetraneura ulmi).
Blattrollungen und Blattfaltungen entstehen bedingt durch ein schnelleres Wachstum der unteren Blattseite, oder durch eine Hemmung des Wachstums an der oberen Seite des Blattes. Dadurch können Knickstellen oder auf der Oberseite oval geformte Faltungen entstehen, die den Verursacher beherbergen und ihn vor Umwelteinflüssen und Fressfeinden schützen, z. B. Blattrollung bei der Blattwespe Phyllocoptes goniothorax. oder Blattfaltung durch die Gallmücke Macrodiplosis pustularis..
Kurzflügelige Formen verschiedener Lebewesen, z. B. Insekten.
Durch Pilzbefall braun gefärbtes, typisch quer rissiges Holz, auch Würfelbruchfäule genannt. Der Pilz zehrt nur die Kohlenhydrate (Zellulose) auf, während das braun gefärbte Lignin zurückbleibt.
Als Brownsche Molekularbewegung wird die vom schottischen Botaniker Robert Brown wiederentdeckte Wärmebewegung von Teilchen in Flüssigkeiten bezeichnet. Die Teilchen vollführen dabei eine völlig regellose „Zickzack-Bewegung“. Brown beobachtete unter dem Mikroskop, wie Pollen in einem Wassertropfen unregelmäßig zuckende Bewegungen machten.
Vorzugsweise oder ausschließlich bei oder an Moosen wachsend, z. B. Moosbecherlinge (Octospora).
Bulbillen (auch Brutknöllchen genannt) sind kleine, samenähnliche Brutzwiebeln, die sich bei bestimmten Pflanzen wie Knoblauch oder Etagenzwiebeln im Blütenstand bilden. Sie dienen der vegetativen Vermehrung.