Pflanzengallen - Lexikon


Dieses Lexikon erklärt biologische, botanische, zoologische und mykologische Fachbegriffe sowie Begriffe aus der Cecidologie. Es soll das Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe erleichtern, die in der Bildergalerie und auf den Informationsseiten dieser Website verwendet werden.


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Buchstabe K
kataplasmatisch

In der Cecidologie (Lehre der Pflanzengallen) beschreibt der Begriff eine bestimmte, durch Schädlinge, wie Insekten, Bakterien oder Pilze hervorgerufene Gewebeveränderung. Kataplasmatische Gallen weisen keine konstanten Form- und Größenverhältnisse auf. Fast alle Mykocecidien sind kataplasmatischer Natur, aber auch die Gallen von Bakterien, Algen und vieler Hemipteren. Die Größe der resultierenden Galle schwankt innerhalb weiter Grenzen.

Keimporus

Unter dem Mikroskop sichtbare dünne porusartige Stelle am vorderen Polende der Sporenwand, an der später der Keimschlauch austreibt. Dieser Keimporus ist nur bei bestimmten Pilzgattungen der Ständerpilze vorhanden.

Keimspalte

Längliche, spaltartige Verdünnung der Sporenwand bestimmter Schlauchpilze (Längseite der Spore), z. B. Xylariaceae.

Kommensalismus

Als Kommensalismus wird die Form der Interaktion zwischen Individuen verschiedener Arten bezeichnet, die für Individuen der einen Art positiv, für diejenige der anderen Art neutral ist. Der Ausdruck wird in verschiedenen Bereichen mit leicht unterschiedlicher Definition gebraucht. In der ursprünglichen Definition, die auf die Arbeiten des belgischen Parasitologen und Paläontologen Pierre-Joseph van Beneden zurückgeht, ist ein Kommensale ein „Mitesser“, der für seine Ernährung auf einen Organismus einer anderen Art angewiesen ist, indem er an dessen Nahrung teilhat, diesen aber (im Gegensatz zum Parasitismus) nicht schädigt. Bei engem räumlichem Zusammenleben wird der gebende Organismus Wirt und der sich mit ernährende Kommensale genannt. Dem Wirt entstehen keine Vor- oder Nachteile. Nur der Kommensale ist Nutznießer des Zusammenlebens und ist meist vom Wirt abhängig. Der Kommensale ernährt sich größtenteils von Abfallstoffen oder dem Nahrungsüberschuss des Wirtes, entzieht diesem aber keine lebensnotwendigen Substanzen.

Konidien

Konidien nennt man eine bestimmte Form von Sporen der Pilze, aber auch von Prokaryoten der Gattung Streptomyces. Bei den Pilzen zählen sie zu den Mitosporen, werden folglich ungeschlechtlich (mitotisch) außerhalb des Sporangiums durch Umbildung von Hyphen oder an Konidienträgern gebildet. Sie sind die für die höheren Pilze (Asco- und Basidiomyceten) charakteristischen Verbreitungsorgane der vegetativen Vermehrung.

Konidien
Konidiophor

Ein Konidiophor (auch Konidienträger) ist eine konidientragende Hyphe, die sich deutlich vom vegetativen Myzel unterscheidet.

Kryptospezies oder Kryptische Art

Eine Kryptospezies oder auch kryptische Art ist in der Biologie eine morphologisch nicht unterscheidbare Gruppe (Population) von Lebewesen, bei der eine geschlechtliche Fortpflanzung mit anderen (bisher) zur gleichen Art gerechneten Individuen jedoch nicht möglich ist oder nur nicht fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugt. Man bezeichnet dies auch als reproduktive Isolation. Da ein wichtiges Kriterium der Definition einer Art (die Fortpflanzungsfähigkeit untereinander) nicht erfüllt ist, können sie nicht ein und derselben Art angehören.



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